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Danke! Danke!:  2
Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Rudelführerin Avatar von Kirauni
    Registriert seit
    16.07.2000
    Ort
    Southern Prides, Germany

    Ready Player One

    Hat jemand von euch den Film schon gesehen? Falls ja, ist er zu empfehlen oder was sind so eure Gedanken dazu?

    Von dem was ich bisher so gehört habe, sollen 80er Fans ja voll auf ihre Kosten kommen. Ich bin gerade dabei, mir das Hörbuch anzuhören, aber bisher hat es mich jetzt noch nicht so vom Hocker gehauen. Typische Jugenddystopie eben. Klar, es gibt zahlreiche Anspielungen auf die 80er, aber der ganze Hype um das Buch ist für mich nicht so ganz nachzuvollziehen. Daher würden mich mal eure Meinungen interessieren. Eventuell schaue ich mir den Film am Wochenende mit meinem Löwen an und da sich Buch und Film doch sehr stark voneinander unterscheiden sollen, bin ich mal gespannt.
    "Life is what happens while you're busy making other plans."
    Avatar gezeichnet von Atimon. Profilbild von Tacimur. Vielen Dank euch beiden!


  2. #2

    AW: Ready Player One

    Ich war da am Wochenende drin... nach 10 Minuten wäre ich beinahe raus gegangen, da er mir da schon auf die Nerven ging... dann hab ich mich noch bis zum Ende durchgekämpft.


    Belanglose Story. Ein nerviger Hauptdarsteller mit grässlich dämlich aussehenden Avataren und einer nervigen Teenie-Loverstory. Dann diese ganzen supertollen Rätsel, die von den Nerds mit unendlich viel belanglosem Text und Zitaten gelöst werden (scheinen die Amis drauf zu stehen), die einem das Hirn zum qualmen bringen, bis man irgendwann innerlich abschaltet, da man das Gesülze im übelst übertriebenen Gamer-Kiddy-Slang nicht mehr ertragen kann. Im letzten Drittel konzentriert sich der Film dann mehr auf Action mit einem hervorsehbarem Ende.




    Für mich der schwächste Film eines Steven Spielbergs, der versucht 80er-Games/Film-Referenzen in einem optisch überfrachteten Film mit der Zielgruppe 12-16 zu quetschen (als ob davon jemand Filme wie The Shining kennt).


    2/10 Punkte
    Vielen Dank an Tacimur für den Grinsefuchsava

  3. #3
    Moderatorin / Ahadi SL Avatar von Tacimur
    Registriert seit
    14.09.1999
    Ort
    Berlin

    AW: Ready Player One

    Achtung, Texttapete. Auf Arbeit mit vielen Unterbrechungen getippt, daher leider auch nicht auf guten Stil editiert.


    Vieles von dem Gesagten sehe ich genau so, aber ich bin auch der Meinung, daß an dem Film einiges mehr dran ist.

    Ich kenne die Buchvorlage nicht, und der Trailer wie auch Teile des fertigen Films haben bei mir diese abwehrende Reaktion hervorgerufen, die Diavolo beschreibt. Ein bißchen als würde man das Publikum für doof verkaufen wollen, und dass wir wie Pavlov’sche Hunde sofort zu sabbern anfangen, wenn man uns Popkultur-Anspielungen vor die Nase hält. Dazu kam das simplistische Storytelling, flache Charaktere, und jedes Problem und jede böse Übermacht kann natürlich durch eine Gruppe Teenager aufgehalten werden. In einem Zeitalter, wo jeder mit dem wirklichen Internet vertraut ist und weiß, dass das nichts mit der cleanen, unschuldigen Version zu tun hat, die die Oase ist, fiel das willentliche Aufheben der eigenen Ungläubigkeit auch nicht gerade einfach. Undsoweiter undsofort.

    Auf keinen Fall würde ich mich einen Filmkenner nennen, aber ich bin mit Spielbergs Werken aufgewachsen, wie die meisten von uns. Diese Filme haben alle bestimmte Themen und eine bestimmte Handschrift. Sie sprechen unsere Fantasie, unsere Abenteuerlust und unsere Gefühle an. Ready Player One hatte augenscheinlich betrachtet all das auch, aber ich hab irgendwie den Einstieg nicht gefunden. Nach einer Weile stellte mir dann selbst die Frage, ob ich vielleicht einfach zu erwachsen geworden war und mich mehr anstrengen müßte, um mein inneres Kind noch einmal aufzuwecken. Wenn ich zum Beispiel E.T. oder die Goonies zum ersten Mal als Über-30-jährige gesehen hätte, wären sie mir dann auch merkwürdig oder ungeschickt vorgekommen? Daraufhin habe ich mir vorgenommen, den Rest des Filmes mit etwas offenerer Einstellung auf mich zukommen zu lassen und zu schauen, was er eigentlich will.

    Auf keinen Fall würde ich mich auch eine Biographin von Steven Spielberg nennen, aber wenn man nur ein bißchen was über ihn mitbekommen hat, ist nicht zu übersehen, dass er überall Dinge eingebaut hat, die ihm auf persönlicher Ebene wichtig sind. Die ganze Sequenz mit Shining beispielsweise geht darauf zurück, dass Spielberg und Kubrick eine jahrelange, tiefe Freundschaft verband, wobei jeder sich selbst für den schlechteren Filmemacher von beiden hielt und das Genie des anderen beneidete. Kubrick bewunderte Spielbergs unerreichtes Talent für emotionales Geschichtenerzählen, Spielberg bewunderte Kubricks kunstvolle und perfektionistische Cinematographie. Die ganze lange Sequenz hat Spielberg als Tribut an seinen Freund eingebaut und vor allem für sich selbst, um sich mit etwas auseinanderzusetzen, das ihn selbst geprägt hat und damit richtig Spaß zu haben.
    Ein anderes Beispiel ist die Rennstrecke aus dem Spiel mit dem ersten Schlüssel. Man hat den Tyrannosaurus aus Jurassic Park, aber am Ende ist es King Kong, an dem niemand vorbeikommt. Spielberg hatte den alten King Kong Film als Kind gesehen und war zutiefst beeindruckt von der Szene, wo Kong gegen den Tyrannosaurus kämpft. Wenn ich mich richtig erinnere, war das einer der wesentlichen Auslöser dafür, dass er zum Film gegangen ist, und auch Jahrzehnte später noch so eine treibende Kraft, dass er beschloss, Jurassic Park zu verfilmen und sich dabei mit nichts weniger zufrieden zu geben als einer Tricktechnik, die auf die Nachwelt einen ähnlichen Eindruck hinterlassen würde, und wenn er sie selbst erfinden mußte.
    Der Film ist voll von solchen Sachen, Verbeugungen vor Spielbergs langjährigen Kollegen, Freunden, Inspirationen. Um alle zu finden, bräuchte man wirklich ein Heer von Biographen, genau wie es das innerhalb des Films gibt. Der Erfinder der Oase ist in vieler Hinsicht ein Selbstportrait, so sehr Träumer und Visionär wie ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Jemand, der andere inspiriert, ganze nachfolgende Generationen durch die Welten, die er erschaffen hat, prägt, aber von dem Kult um seine Person nichts hält, weil er über seine eigenen Versäumnisse nicht hinwegsehen kann. Das ist, finde ich, so ein mutiges und ehrliches Eingeständnis, dass es mich schon ziemlich angerührt hat.
    Am Ende hab ich zu meinem Freund gesagt „Ich fühl mich, als hätten wir gerade Steven Spielbergs ‚Moonwalker’ gesehen.“ Woraufhin er etwas besorgt meinte „Die Frage die ich mir gestellt habe ist ‚Stirbt Steven Spielberg?’ Denn das ist die Art von Film, die ich der Nachwelt hinterlassen würde.“

    Trotz dessen habe ich mich immer wieder an den ziemlich aufdringlichen Popkulturanspielungen gestört. Dabei würde ich die eigentliche Zielgruppe deutlich älter als die 12-16jährigen ansetzen. Ich als Jahrgang 82 würde da mehr meine eigene Generation vermuten, die mit dem ganzen Zeug groß geworden ist. Die oben genannten kennen Zurück in die Zukunft, Battletoads etc. etc. wenn überhaupt schon nur aus zweiter Hand. Für die waren auch Sachen dabei, für die bestimmt gut Kohle geflossen ist (Overwatch…), aber ich denk mal, das war nur ein netter Nebeneffekt. Hat dem Film nicht unbedingt gut getan, na ja. Wo Ready Player One mich dann aber wirklich hatte, war während des großen Kampfes um die Festung. Alle Helden der eigenen Kindheit vereint gegen einen fiesen Schurken in einer epischen, rasanten, völlig übertriebenen Schlacht. Als Mecha Godzilla das Spielfeld betrat, dachte ich nur noch „Verdammt, ich habe jetzt keine Lust mehr, zynisch zu sein! Das ist einfach nur das coolste, was ich seit langem gesehen habe, und ich würd ein Arm und ein Bein geben, um dabei sein zu können! Ich glaube, ich wäre Battlecat und würde Leute auf mir reiten lassen!“ Denn… ja, diese Popkultur hat uns 80er/90er Kinder beim Aufwachsen auch geprägt und sich einen Platz in unserem Langzeitgedächtnis gesichert. Als wir klein waren, haben wir beim Spielen so getan, als wären wir diese Figuren. Comics und Trickfilme haben unser Empfinden von Richtig und Falsch, Gut und Böse mitdefiniert. Es ist /unser/ Schatz an modernen Mythen und Legenden. Und wenn nicht jedes Mal das Urheberrecht verlängert würde, wenn Mickey Mouse sonst in die Public Domain fallen würde (aber das ist ein anderes Thema…), würden wir sie auch viel mehr so behandeln können wie die klassischen Helden. Zu dem Zeitpunkt hat es bei mir fast hörbar „Klick“ gemacht.

    Im Nachhinein finde ich, es war ein ziemlich guter Film, aber kein perfekter. Er hatte einige erhebliche Macken und Anachronismen, die einfach nicht mehr gut funktionieren und war teils einfach schwerst überfrachtet. Wenn man allerdings davon ausgeht, dass Spielberg vieles davon in Kauf nehmen mußte, um einfach den definitiven Film für sich selbst zu machen, sein Denkmal für die Nachwelt, dann verdient der Streifen und die geballte Arbeit von ihm, die da drin steckt, meinen kritiklosen Respekt.
    Geändert von Tacimur (25.04.2018 um 17:19 Uhr)

  4. #4
    Rudelführerin Avatar von Kirauni
    Registriert seit
    16.07.2000
    Ort
    Southern Prides, Germany

    AW: Ready Player One

    Danke für deinen Rückblick, Taci.
    Den Ansatz, dass Spielberg damit seinen Nachlass inszenieren wollte fand ich echt spannend und es half mir, den Film mit anderen Augen zu sehen.

    Ich habe ihn zwischenzeitlich auch gesehen und so schlecht fand ich ihn nicht. Sicher, über das Aussehen der Avatare kann man streiten, aber ich fand es toll, wie diese virtuelle Realität dargestellt wurde und die Ideen für die Peripherie, um das zu ermöglichen, fand ich auch sehr spannend. Klar, die Geschichte ist etwas flach und die Charaktere gewinnen nicht wirklich an Tiefe, aber mittlerweile habe ich gemerkt, dass mir häufig in Filmen Dinge zu oberflächlich vorkommen. Ich denke das liegt auch daran, dass man alles irgendwie irgendwann schonmal gesehen hat und es da nur wenig Möglichkeiten für Überraschungen gibt. Stichwort: (TV-)Tropes... Naja. Aber mich hat es interessiert, wie Spielberg so die Realität in dem Film darstellt. Also die wirkliche Welt und seine Ideen fand ich schon spannend. Allein diese Laufräder fand ich köstlich Ob sich sowas in der Art wirklich mal durchsetzt?
    Und bei Minecraft in 3D in der Eröffnungssequenz hab ich ganz breit grinsen müssen .

    Überrascht hat mich, dass der Film in sehr vielen Teilen vom Buch abweicht, aber das fand ich auch gleichzeitig erfrischend. So hat der Film ein wesentlich höheres Tempo an den Tag gelegt, was ihm sehr gut tat. Das Buch war teilweise für mich etwas langatmig, weil eben sehr häufig auf die (Pop-)Kultur der 80er eingegangen wurde. In einem Review dazu kam der Begriff "Nerdgasm" auf und ja... der passte. Da war es mir dann stellenweise auch einfach zu viel und vor allem kamen (für mich) auch zu exotische Referenzen auf, da man das so hier in Deutschland nicht erlebt hat und man wohl in den Vereinigten Staaten hätte aufwachsen müssen. Ein Kritikpunkt den ich gegenüber dem Buch auch oft anbringe ist, dass die Hauptfigur so absolut nerdig ist, dass er jede freie Minute nutzt um XYZ zu gucken und so "Lücken" zu schließen. Dann wird erzählt wie er Serie oder Film XYZ zum 100. Mal anschaut, was klar eine Übertreibung ist. Aber selbst wenn er das alles auch nur einmal wiederholt hätte, so passt das in das Leben eines 18 Jährigen gar nicht rein. Schon gar nicht in die 4 Jahre (?) in denen die Geschichte im Buch spielt. Generell waren mir die Anspielungen dort einfach zu viel und irgendwann sagte ich mir "Okay, ich habs verstanden." Im Film kam die Hauptfigur überhaupt nicht so rüber und das war auch mal spannend zu sehen. Ich würde sagen, da gehen Film und Buch in völlig andere Richtungen. Das geht auch so weit, dass die Rollen der Charaktere im Film ausgetauscht wurden. Auch das hat es nochmals spannender gemacht, weil die Geschichte so nicht ganz so vorhersehbar war, wenn man das Buch zuvor gelesen hat.
    Ich hatte beim Kinobesuch auch den Eindruck, dass der Film da auch etwas mehr auf 1990 einging, vielleicht auch weil das dem Publikum entgegenkam. Jedenfalls fand ich den Entschluss gut, auch wenn ich mir die eine oder andere Referenz doch noch reingewünscht hätte, aber man kann nicht alles haben.
    Interessant fand ich auch, wie der Komponsit (Alan Silvestri) musikalisch auf seine eigenen Werke angespielt hat. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen und genau so hatte ich mir das gewünscht

    Von daher: Durchaus mal sehenswert, aber ob der Film mich jetzt ohne das Buch so interessiert hätte, weiß ich nicht. Vielleicht ist der Film auch ein guter Ansatz, um mit Jugendlichen über die Bedeutung von VR oder eben auch echten Beziehungen zu sprechen.
    "Life is what happens while you're busy making other plans."
    Avatar gezeichnet von Atimon. Profilbild von Tacimur. Vielen Dank euch beiden!


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