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Results 1 to 4 of 4
  1. #1
    HIPHOPVAMPIRENT-ÄÄÄH Leopatra's Avatar
    Join Date
    01.10.2000

    ChangeWriters - Klassentherapie

    Hallo,

    Da wir hier gleichermaßen eine Lehrerin haben aber auch immer wieder Jugendliche die eine Menge Probleme haben wollte ich mal auf dieses Projekt hinweisen:

    http://www.spiegel.de/lebenundlernen...a-1182187.html

    Vielleicht könnt ihr ja aktiv danach fragen wenn ihr sowas auch in eurer Schule wollt.

    Meine Kritikpunkte dazu wären:

    Eigentlich ist das eine Therapie und sollte von Jugendtherapeuten durchgeführt werden und hat mit Schule nicht mehr ganz soviel zu tun.
    Aber da die Zahl der Problemjugendlichen auch durch die Migration rasant angestiegen ist und Deutschland mit seinen 3 Jugendtherapeuten gar nicht mehr hinterherkommt ist es eine Alternative die man in Betracht ziehen sollte.

    Meiner Meinung nach müssen die Lehrer die sowas anbieten auch speziell geprüft werden da man einen Menschen in dem Alter tatsächlich von Grund auf zerstören kann wenn der Wille und die psychologischen Kenntnisse dazu da sind.
    Und dann müsste man die Lehrer rechtlich absichern von wegen Schweigepflicht.

    Aber es hat auch den Vorteil dass dadurch eine Klassengemeinschaft entsteht die man täglich um sich hat und die einen stützt und das kann schon sehr viel ausgleichen wenn man Probleme zu Hause hat.

  2. #2
    verbitterungsgestört Nyashia's Avatar
    Join Date
    20.09.2006
    Location
    Aachen

    AW: ChangeWriters - Klassentherapie

    Das mit den Tagebüchern finde ich gar keine schlechte Idee. Ich habe über meine Schulzeit auch immer Tagebuch geführt, mal mehr und mal weniger regelmäßig. Im Deutschunterricht wurde das Thema auch mal kurz angesprochen, aber es wurde nicht so sehr auf den therapeutischen Wert, den es haben kann, eingegangen. Ob ich es meinem Lehrer hätte lesen lassen? Nun, das kam ganz auf den Lehrer an. Meinem Klassenlehrer hätte ich es nicht gezeigt, da ich bei ihm der Meinung war, dass er meine Problematik zu wenig versteht und auch wenn er sich bemüht hätte, was er mit Sicherheit getan hätte, so hätte er mir nicht wirklich helfen können. Zumindest war er ein Vermittler, als es um meinen Mobbingfall ging - aber auch da erschien er mir irgendwie unerfahren und er ging zu wenig auf mich ein. Es gab an der ganzen Schule nur einen Lehrer, dem ich das Buch (bis auf wenige Seiten) gezeigt hätte. Bei ihm habe ich mir letztendlich auch Hilfe gesucht und ich fand es toll, dass er mir auch die Möglichkeit gegeben hatte, ihn in icq zu kontaktieren. Die meisten Lehrer gaben mir den Eindruck, dass sie für die privaten Probleme der Schüler einfach gar kein Ohr haben. Das mag vielleicht auch so zutreffen, denn ihre Arbeitseinteilung sah so eine "Schülersprechstunde" nicht vor. Und die schlechten Lehrer, die ihre Unterrichtsstunde eh total unvorbereitet hielten, hatten wahrscheinlich auch keinen Bock auf die Probleme der Schüler. Sowas war eben nicht Teil ihrer Ausbildung.

    Unser Klassenlehrer hat wohl mal so einen Tag organisiert, wo unter der Leitung einer Psychologin Spiele durchgeführt wurden, die die Klassengemeinschaft stärken sollten. Sowas fand und finde ich - verzeiht mir den Ausdruck - total behindert. Dabei wurden aber auch nicht Themen wie Drogenmissbrauch oder Gewalt in der Familie angesprochen. Zum Glück, muss ich sagen. Denn hätte ich gewusst, dass ein nicht zu vernachlässigender Teil der Klasse dieselben Probleme hatte, hätte mich das sehr runtergezogen. Erstens wäre ich dann nichts "Besonderes" mehr gewesen und zweitens hätte ich mich schwach gefühlt, weil die anderen ihre Probleme nicht so offen zeigten und wohl besser damit umgehen konnten. Btw bei uns wurden keine Stühle geschmissen. Wir waren eine Gymnasiumklasse. Da ist es ja eher üblich, dass die Leute mit Problemen einigermaßen still vor sich hinleiden.
    Durch die Spiele wurde die Klassengemeinschaft nicht besser. Auch ein Sesselkreisgespräch unter der Leitung einer Psychologin brachte einigen Leuten, die es interessierte, lediglich Antwort auf die Frage, was eigentlich los war. Andere blödelten herum und nahmen die Sache alles andere als ernst. Aber ich wollte auch nichts von den anderen. Wenn, dann wollte ich, dass sie mich in Ruhe ließen und aufhörten "sich Sorgen zu machen". In den wirklich kritischen Situationen beim Mobbing, wo ich Hilfe erwartet habe (und auch darum gebeten hatte), haben sie eh kaum was gemacht. Ein leises "Bitte hört auf" stoppt die Hyänen nicht, ihre Beute zu zerfleischen.

  3. #3
    HIPHOPVAMPIRENT-ÄÄÄH Leopatra's Avatar
    Join Date
    01.10.2000

    AW: ChangeWriters - Klassentherapie

    Hattet ihr eigentlich einen Schulpsychologen? Hast du damals jemals daran gedacht zu einen Jugendpsychologen zu gehen? Und wenn nicht, was hat dich davon abgehalten? Inwiefern hätte man dir das denn leichter machen können? Denkst du Jugendliche brauchen da einfach mehr Aufklärung?

    Und ja solche Spiele finde ich auch in der Tat sehr behindert o.o Wenn es tiefgreifende Probleme gibt löst man die nämlich nicht an einem Tag mit einem Spiel und wenn es keine tiefgreifenden Probleme gibt sehe ich nicht wie solche Spiele was verbessern sollten. lol

  4. #4
    verbitterungsgestört Nyashia's Avatar
    Join Date
    20.09.2006
    Location
    Aachen

    AW: ChangeWriters - Klassentherapie

    Sie war wohl Schulpsychologin, soviel ich mitbekommen habe, aber sie war nicht nur unserer Schule zugewiesen. Erst bei schon sehr kritischen Situation und natürlich, wenn Lehrer Bescheid wussten, wurde sie für oben genannte Spielereien hinzugezogen oder man konnte den Wunsch für ein Gespräch mit ihr äußern, was dann auch arrangiert wurde. In unserer Klasse von fast 30 Leuten haben das in einer Zeitspanne von vier Jahren (Alter 14-18) mindestens zwei Leute, inklusive mir, in Anspruch genommen. Uns wurde aber auch nie offen gesagt, dass es diese Möglichkeit gibt. Das Thema wurde meiner Meinung nach zu wenig angesprochen. Es gab niemanden, der ansatzweise sagte "Wann immer ihr Probleme habt, egal welcher Art, kommt zu mir." Eine einfachere Art den oder die Psychologin zu kontaktieren, wäre sicher besser gewesen. So lief das ja immer erst über den Lehrer und das ist eine große Hürde.
    Bei dem Wort "Kinder- und Jugendpsychologe" war ich immer schon sehr skeptisch, da ich eigentlich wollte, dass man mich mit meinen 15 Jahren schon wie einen Erwachsenen behandelt. Ich wurde von der Schule aus zu zwei Ärzten geschickt, die sich auf "Kinder- und Jugendpsychiatrie" spezialisiert haben. Es kam auch so, wie ich befürchtet hatte. In beiden Fällen musste meine Mutter beim Großteil des Gesprächs anwesend sein und das war sehr unangenehm.

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