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Thema: Teil 1: Aus der Asche

  1. #61
    Pridelander mit Erfahrung Avatar von Ascar Angainor
    Registriert seit
    15.02.2007
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    Kiel

    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Die Oberfläche des Steines ist glatt und schmiegt sich an ihre Haut, und Siren kommt nicht umhin, seine Schönheit zu bewundern. Wie sie sich das Himmelzelt über den Jagdgründen des Sternenclans vorstellt... WAS. Das eisige Gefühl lässt sie zusammenzucken, doch mehr als das kann sie schon nicht mehr tun. Selbst das laute TUNK ihres Körpers dringt schon nicht mehr an ihre Sinne.

    Sie öffnet die Augen. Sterne... wie der Splitter, nur so viel mehr. Sie viel schöner, als dass sie wirklich wahr sein könnten. Ihre Sinne klären sich langsam, und sie erkennt die Höhle, die sie damals betreten hat, bei ihrer Ernennung zur Heilerin. Ihr Herz scheint einen Satz auszusetzen und dann zu rasen, es klopft wild in ihrem Hals. Der Mondstein... die Ahnen... Sie ist wieder dort, wo sie Kontakt zu den verstorbenen Mitgliedern ihres Clans aufnehmen kann! Bei Gaia und der Triade, könnte es denn sein...!

    "Rabenherz."

    Die Tiberii wirbelt herum, und als sie die Gestalt vor sich erkennt, so viel jünger, als sie ihn jemals kennen gelernt hat, aber so unverwechselbar, steigen ihr Tränen in die Augen. Sie macht einen halben Schritt auf Magnus zu, als wolle sie den Kater in ihre Arme schließen, doch sie reißt sich am Riemen und verharrt, als er weiter spricht. Der Stein, der ihr vom Herzen fiel, wird durch einen neuen ersetzt.


    "Selbstverständlich tue ich das... es ist das, was der Clan und meine Position mir aufträgt. Unser Erbe darf nicht verloren gehen, niemals."

    Ihre Stimme klingt heiser, sie kämpft mit Freudentränen und Tränen der Trauer zugleich. Ein großer Kloß steckt in ihrem Hals, den sie nur mühsam herunterschluckt. Seine folgenden Worte sind wie Nadeln in ihrem Herzen, Nadeln des Zweifels und der Sorge, doch ihr Entschluss steht fest. Auch der Sternenclan weiß davon. Es gibt kein Zurück, gab es nie.

    "Ich würde mir niemals dergleichen aufbürden wollen, wenn es die Zeiten nicht verlangen. Nie wollte ich derartige Macht, doch der Angriff hat unseren Clan beinahe enthauptet. Mit Trauer im Herzen werde ich beide Ämter bekleiden, solange, bis ich für eines einen Nachfolger finde, der es auf seinen Schultern tragen kann. Es ist gegen unsere Regeln, entgegen jeglicher Tradition, doch... werde ich es tun. Für den Clan. Hoffentlich ist dies auch in eurem Einverständnis.

    Ich bin bereit dafür."
    Quoth the raven: ,,GET OUT OF MAH FACE!"

  2. #62
    Honig-Zunge Avatar von Ivy
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    03.12.2014

    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Ihr fiel ein kleiner Stein vom Herzen. Hatte er es wirklich verstanden? Sie wusste aus Erfahrung das Schmerzen und Hunger oft die besten Lehrmeister waren. Sie würde diese Taktik ihres Vaters ebenso anwenden. Sie erhob sich ein wenig beschwingter in einer fließenden Bewegung und musterte den blutenden Crinos vor ihr. Seine Muskeln waren auch für die Verhältnisse der Tiberii nicht weit entwickelt. Er hatte wirklich ein bequemes Leben geführt. Sie musterte den Ausdruck in seinen Augen. Sie musste sich eingestehen, dass dieses Watua sie nun überrascht hatte. Sie hätte ihn niemals so verbissen eingeschätzt, nach diesen Schlägen noch weiter zu machen. -Vater wenn du mich hören kannst, bitte gib mir die Kraft und die Weisheit, dieses Watua zu einem besseren Bastet zu formen, als ich es bin.- Sie sprach diese Worte lediglich in ihrem Kopf und nickte ihrem Schüler zu.

    "Wir werden an deinem Körper arbeiten. Diese Wunde macht dich langsamer, aber es kann nur zu gut passieren, dass du es dir nicht leisten kannst, den Schmerz die Oberhand gewinnen zu lassen." Sie wandte sich ab und überblickte das Gelände. Hier gab es viele Bäume und Büsche, eigentlich ein wunderbares Areal, wäre es auf der Seite der Geister nicht so unheimlich statisch. "Du wirst nun versuchen, mich zu fangen. Ich will das du dabei auf alle deine Formen zurückgreifst, wenn sie der Situation dienen. Dieses ganze Gebiet wird nun der Trainingsplatz und kein Ort hier ist tabu!" Mit diesen Worten stieß sie sich nach hinten ab und drehte sich bereits in der Luft herum, während ihr Leib anfing sich zu verkleinern. Kurz nachdem sie auf dem Boden aufkam, stand dort eine etwas zu große dreiäugige Siamkatze, welche ohne zu zögern davon sauste.
    Man sieht nur mit dem Herzen gut
    Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

    Schön für das Poesiealbum
    Schlecht für das fliegen eines Flugzeuges.

  3. #63
    Moderatorin / Ahadi SL Avatar von Tacimur
    Registriert seit
    14.09.1999
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    Berlin

    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Siren, sobald du die Worte gesprochen hast, spürst du, wie etwas in der Luft sich verändert. Als befändest du dich in einem Caern, scheint plötzlich die Grenze des Wirklichen zu verwischen, und du fühlst eine ursprüngliche, unerklärliche Kraft, die den ganzen Ort erfüllt.
    Die funkelnden Lichter auf der Höhlenwand beginnen, sich langsam zu bewegen, und als du empor blickst, kannst du sehen, dass die Sterne am Himmel ebenfalls nicht mehr still stehen. In einem glitzernden, langsamen Strudel nähern sie sich der Höhlenöffnung – nähern sich dir.

    Du hörst Magnus freundliche und ernste Stimme:

    „Dann empfange jetzt Selines Segen und unser Geschenk an dich. Wir geben dir unser Leben, damit du es zum Wohle des Clans einsetzen kannst. Wir wissen, dass du es mit Wildheit, Schläue und Ehre tun wirst.“

    Das Sternenlicht, das in die Höhle strömt, fließt zu den lautlos schreitenden Silhouetten von Katzen zusammen – Dutzende von ihnen. Frost glitzert unter ihren Pfoten und in ihren Augen, und ihr Fell gleicht weißen Flammen. Mit sich bringen sie den Geruch nach Eis, Feuer und der nächtlichen Wildnis. Eine nach der anderen füllen sie die Grotte aus.
    Du hast sie noch nie so deutlich gesehen, und die Kraft, die von ihnen ausströmt, ist beinahe beängstigend.

    Plötzlich fährt Magnus herum, und sein Fell sträubt sich.


    „Scheiße“,
    hörst du eine fremde Stimme irgendwo hinter dir.

    Solltest du dich umdrehen, siehst du gerade noch einen dunklen, großohrigen und spitzschnauzigen Schatten verschwinden, als würde er vom Erdboden aufgesogen.
    Das Sternenlicht ist mit einem Mal erloschen, du stehst allein in der Mondsteinhöhle – und dann wachst du auf.

    Du liegst auf dem Boden, genau da, wo du zuletzt warst, bevor die Vision angefangen hat.

  4. #64
    zynischer Cola-Löwe Avatar von Ryurandir
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    Deutschland, Kreis Bamberg

    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Er hörte ihr zu. Und die Ohren stellte er steil auf. Sie wollte das er sie fängt ?
    Der Crinoskater hatte sich darauf eingestellt einen Angriff von ihr abzufangen. Und nun das? Im drehen wurde sie kleiner und fing an zu rennen. "Ernsthaft...?"
    Dennoch rannte er sofort hinterher. Die Wunden behinderten es anfangs. Doch versuchte er die Schmerzen zu unterdrücken und schaffte es so etwas schneller zu werden.

    Aber es half nichts, sie war verschwunden. "Verflucht..." sie sprach davon, das er jede Gestalt einsetzen solle sofern sie der Situation dienen würde. Miles musste nachdenken. Der Wald schien dichter zu sein, und seine Kuasha war als etwas größere Siamkatze mit drei Augen geworden um ihm zu entkommen. Wie zuvor betrachtete er es aus seiner eigenen Sicht - der des Anwalts. Doch viel konnte er daraus nicht ziehen, er kannte sie ja nur kaum.
    Das erste was er allerdings versuchte ist, sich in eine ebensogroße Katze zu verwandeln. Dies gelang ihm durchaus leichter. Und ironischerweise waren die Wunden dort leichter zu ertragen. Als er vor sich hinmurmeln wollte bemerkte er jedoch da er vor sich hin 'brummelte'
    ~Toll, sprechen kann ich hier wohl nicht. Zumindest nicht die Sprache der Menschen. Also gut...denk wie eine Katze Miles, denk wie eine...Katze...~
    Die 'Katze' war reinweiß mit einem schmalen schwatzen Streifen vom Kopf bis zum halben Rücken runter, der gegen ende dünner wurde. Mittellang war sein Fell und an den Pfoten war dieses Fell ein stück länger. Der Kater, der nun ebenfalls ein Stück größer war als jede Hauskatze schnupperte in der Luft und am Boden. Irgendwo musste er ja anfangen.
    "Seht alle her!
    Der Dämon heißt Hass und so sieht es aus wenn er von einem Besitz ergreift.
    Er bringt mich um.
    Er frisst mich bei lebendigem Leibe auf.
    Der Zorn nährt ihn und macht ihn stärker."

    Ashitaka aus Prinzessin Mononoke

  5. #65
    Honig-Zunge Avatar von Ivy
    Registriert seit
    03.12.2014

    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Nagi konnte aus ihrem Versteck heraus sehen, wie überrascht Miles gewesen sein musste. Er hatte einige Sekunden gebraucht um hinterherzurennen. Auch diese Übung verfolgte ihren Zweck. Wenn Nagi ihn ausbilden sollte, musste sie ganz genau die Grundbedingungen kennen. Dazu gehörte die Schärfe seiner Instinkte und Sinne. Er war ein Menschling, also würde ersteres vermutlich nicht all zu stark ausgeprägt sein. Auch sie hatte den Großteil ihrer Instinkte erst in der Geisterwelt geschult. Die Wunde tat ihr übriges. Von Klauen geschlagen, würde diese nicht so schnell verheilen. Er sollte lernen, wie es war verwundet und blutend seinem Ziel auf der Spur zu bleiben und sich doch mit voller Konzentration auf der Spur zu bleiben. Sie beobachtete den Kater, wie er anhielt und durch die Gegend schnüffelte. Sie konnte ihm ansehen, wie er nachdachte. Ein Fehler.

    Zu viel denken konnte manchmal gefährlich werden. Denken behinderte denn Fluss der eigenen Instinkte. Manchmal musste man das denken abstellen. Es war nicht leicht eine Spur aufzunehmen, wenn das denken alle Aufmerksamkeit einnahm. Die Spur musste die ganze Nase erfüllen, die Muskeln mussten sich anspannen und dann der Satz mit Sicherheit in die Richtung des Geruches erfolgen. Wenn man in diesem vom Denken befreiten Zustand war, würde man frei funktionieren, die pure Reaktion. Das würde Miles schnell lernen müssen, sonst würde er immer überlegen, wie er einen Gegner treffen könnte, anstatt eine fehlende Deckung auszunutzen, wenn sie erschien. Der Kater kam ihr langsam näher. Wenigstens seine Sinne waren recht gut ausgeprägt.

    Nagi machte einen Satz von dem Baum, auf welchem sie saß und sauste von hinten auf den Kater zu. Ihr Leib wuchs. Ihre Gestalt wurde größer, blieb jedoch auf vier Pfoten. Reißzähne bildeten sich und sie brach aus den Büschen. Mit wahnsinniger Geschwindigkeit, blitzte wieder ihre Pfote vor und riss eine weitere Wunde in das Fell und das Fleisch des Katers, bevor sie weiter sprang. Während sie lief, wurde ihr Leib wieder kleiner und flinker und sie hetzte in Richtung Haus. Wie ein geölter Blitz sprang sie durch die Terassentür in das Innere und verschwand erneut.
    Geändert von Ivy (01.05.2016 um 20:28 Uhr)
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  6. #66
    zynischer Cola-Löwe Avatar von Ryurandir
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    Deutschland, Kreis Bamberg

    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Er hatte die Spur gefunden, folgte dieser. Und je länger er suchte desto mehr wurde im klar wie unwichtig das komplizierte denken eines Anwalts ist. Er hob den Kopf. Sie war irgendwo.
    Die Ohren drehten sich, er nahm jedes Geräusch auf. Und da! Hinter ihm.
    Miles drehte sich rasch um. Und auch schnell, aber nicht schnell genug. Es war Nagi die auf ihn zugeschossen kam, im laufen wuchs und ihre Krallen erneut einsezte. Er hatte es gesehen, es gemerkt und wollte wegspringen. Aber er war um einen deut zu langsam. Eine weitere Wunde, diesmal am Rücken, zog sich im weißen Fell das an der Stelle nun rot wurde. Ein schmerzerfülltes Miauen drang aus seiner Kehle ehe er kurz am Boden lag. Diesmal allerdings rappelte er sich sofort wieder auf. Und das war gut, den er sah wie sie als - erneute - kleine Katze ins Haus lief. ~Na warte, dich kriege ich noch!~
    Miles setzte sofort nach. Obwohl die Wunde am Rücken ihn etwas hemmte, spürte er den Schmerz nicht ganz so deutlich wie zuvor. Im Haus war sie wieder verschwunden. Miles keuchte. Irgendwo würde sie wieder rausspringen. Diesmal will er darauf vorbereitet sein. Wieder ging er langsam herum, schnupperte, sah sich um. Doch seine Ohren blieben aufrecht. Beim nächsten mal wollte er schneller sein.
    "Seht alle her!
    Der Dämon heißt Hass und so sieht es aus wenn er von einem Besitz ergreift.
    Er bringt mich um.
    Er frisst mich bei lebendigem Leibe auf.
    Der Zorn nährt ihn und macht ihn stärker."

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  7. #67
    Honig-Zunge Avatar von Ivy
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    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Als sie das Haus erreicht hatte, flitzte Nagi in ihrer Katzengestalt die Gänge entlang. Nur gut, dass sie einen kleinen Rundgang gemacht hatte. Sie hetzte in das kleine Bad. Die nächste Lektion würde nun folgen: die Schwäche menschlichen Verhaltens. Sofort wechselte sie in ihre menschliche Gestalt und öffnete die Duschkabine und das kleine Fenster nach draußen. Sie drehte das heiße Wasser auf, welches sie aus diesen Hähnen kannte und entledigte sich ihrer Kleidung und versteckte diese schnell aber sorgsam. Die Kälte des Winters und das heiße Wasser in Kombination entfalteten ihre Wirkung und dichter Dunst machte sich in dem kleinen Badezimmer breit. Sie trat in die Dusche hinein und schloss die Tür. Das Wasser überflutete ihren Leib und ihr Haar hing nass auf ihren Busen hinab, während sie sich erneut auf das Verändern ihrer Form konzentrierte. Eine Teilverwandlung, dies würde er ebenso noch lernen müssen. Ihre menschlichen Hände verformten sich langsam und wurden zu haarigen Klauen, die Ohren wuchsen heran, besetzten sich ebenso mit Fell. Sie beugte den Kopf ein wenig vor, damit das Wasser nicht in die Ohrmuscheln lief. Jetzt hieß es warten. Nagi wusste das Menschen sich scheuten jemanden in seiner Nacktheit anzusehen und das eine solche Wäsche als intimer Moment gesehen. Nun würde sich zeigen, ob Miles sich die Lektion, dass der Tot überall lauern konnte zu herzen genommen hatte. Sie hatte stets nur kleine Wunden geschlagen, doch deren Summen würden ihm über kurz oder lang zusetzen. Während sie sich auf ihr Gehör konzentrierte, dachte sie über das nach, was er bisher gezeigt hatte. Er war verbissen zugegeben und seine Sinne würden, wenn er lernte loszulassen vortrefflich sein. Der Rest bedurfte jedoch harter Arbeit. Er würde sich wieder verwandeln müssen. Mit seinem Geruchssinn, würde er sie nun unter dem Wasser garantiert nicht aufspüren. Die Falle war ausgelegt und sie war gemein.
    Geändert von Ivy (01.05.2016 um 20:52 Uhr)
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  8. #68
    zynischer Cola-Löwe Avatar von Ryurandir
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    AW: Teil 1: Aus der Asche

    Angespannt und mit drehenden Ohren suchte er mit der Nase jede Spur ab. Sie war definitiv hier gewesen und die Spur führte weiter rein ins Haus.
    Die Wunden spürte er grade mal so das es ihn eher nervte als das sie schmerzten. Diese Stille lies ihn noch angespannter werden als er ohnehin schon war.
    Dann ein Geräusch - von Wasser. Das kleine Bad!
    Miles bewegte sich langsam darauf zu. Mit der Nase versuchte er eine Spur zu wittern, doch der Dunst vom Wasser der leicht aus dem Bad trat verhinderte dies. Er dachte daran reinzugehen doch da gingen ihm die Worte Nagi's durch den Kopf. Der Tod kann überall lauern.
    Die Ohren anlegend dachte er nach. Natürlich könnte es einfach nur jemand sein der grade duschte. Und Miles war nicht epicht darauf jemanden nackt zu sehen. Andererseits...genau 'das' könnte eine Falle sein. Würde Miles reingehen und tatsächlich seine Kuasha nackt sehen wäre das für ihn peinlich. Die Erfahrung mit der Weiblichkeit hatte er nicht. -das könnte sie ausnutzen...- dachte Miles.
    Wieder fing er zu überlegen an. Doch bei dieser Ruhe fiel ihm etwas auf. Wenn jemand duschte, veränderte sich der Rythmus und der Tonfall von Wasser, das auf den Boden fällt. Hier wiederum war es gleichmässig. Entweder es war niemand drin, oder Nagi versteckt sich darin.

    Miles setzte sich, reingehen wollte er nicht. Nagi könnte wieder größer geworden sein. Und wenn er als kleine Katze reingeht, könnte er mehr Schaden davontragen als wenn er eine größere Gestalt annahm. Die Lefzen zog er zu einem leichten Grinsen hoch. Konzentrierend schaffte er es, zurück in seine menschliche Form zu wandeln. Da wurden ihm die Wunden wieder deutlicher bewusst. Nagi könnte ihn eventuell schwer atmen hören. Anstatt reinzugehen würde er etwas versuchen. Mit kraftvollen Worten sagte er, "Komm raus da, ich weiß das du da drin bist, Kuasha!"
    Da er schon aus zweierlei Erfahrungen wusste das Nagi auf ihn zugeschossen kommen würde, machte er sich diesmal bereit, abzufangen was immer durch diese Badezimmertür kommen würde. Vorrausgesetzt sie käme da raus und vorrausgesetzt sie war tatsächlich drin. Den Gedanken, das er womöglich einer weiteren Falle auflaufen würde, verdrängte er erstmal.

    Doch nichts. Nur das rauschen des Wassers das die Stille eiigermaßen unterbrach. Für einen Moment dachte er wirklich daran, das niemand drin war. "Wieso bin ich nicht Polizist oder sowas geworden" sagte er sich sehr leise, bereuend das er sich hemmte das Bad zu betreten. Der Blick fixierte er auf die Tür. Würde er sie langsam aufmachen - und Nagi wäre im Bad - würde sie rausgeschossen kommen und ihm eine weitere, schmerzende Wunde zufügen. Das wollte er verhindern, oder - zumindest - wollte er sich wehren können diesmal. Als Mensch allein wäre das natürlich undenkbar, und als kleine Katze brauchte er nicht mal anfangen damit sich das zu überlegen. Wenn er sich doch wenigstens Pranken wachsen lassen könnte.
    Das war es! Er hatte gelernt sich in eine Katze zu verwandeln, und auch sich wieder zurück zu verwandeln. Ob das auch 'Teilweise' ging? Miles hatte wenig Zeit. Diese 'Welt' in die er nun eingetreten war hatte ihre eigenen, anderen Regeln. Also mussten andere Maßnahmen her. Der junge Anwalt versuchte sich zu konzentrieren. Was er selbst nicht so merkte, geschah nun;

    Sein Körper wuchs etwas an und seine Unterarme bekamen Fell. Die Hand wurde zu einer humanoid-ähnlichen Pfote mit Krallen. Die Beine veränderten sich auch und wurde gut gebauten Hinterläufen. Die Augen wurden schärfer und an seinen Haaren wurden einen kleinen tick länger.
    Die Augen öffnend, musste er erstmal sein Gleichgewicht bewahren. Diese Beine waren ungewohnt. Als er die Balance halten konnte, bemerkte er erst die Veränderung. ~Bitte sag mir das diese Form gewollt ist...~
    Die Augen, die nun wieder so scharf wie die einer Katze waren, starrten auf die Tür. Er schnaufte einmal leise durch. Sich der Tür nähernd würde er sie dann mit einem Ruck aufmachen. Was immer entgegenkommen würde - diesmal war er vorbereitet. Mehr oder weniger.
    Geändert von Ryurandir (09.09.2016 um 02:21 Uhr)
    "Seht alle her!
    Der Dämon heißt Hass und so sieht es aus wenn er von einem Besitz ergreift.
    Er bringt mich um.
    Er frisst mich bei lebendigem Leibe auf.
    Der Zorn nährt ihn und macht ihn stärker."

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